Salih Muslim
Salih Muslim Mohammed (Şablon:ArS; * 3. März 1951 in einem Nomadenlager in der Umgebung von Ain al-Arab, Gouvernement Aleppo; † 11. März 2026 in Erbil[1]) war ein kurdisch-syrischer Politiker und Ko-Vorsitzender der kurdischen Partei PYD in Syrien. Außerdem war er stellvertretender Koordinator des Nationalen Koordinationskomitees für Demokratischen Wandel.
Leben
Muslim kam 1951 in der Nähe von Ain al-Arab (Kobanê) zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er im Dorf Schiran. In den 70er Jahren studierte er Chemietechnik an der Technischen Universität Istanbul und schloss 1977 sein Studium ab. Während seines Studiums wurde er von der zeitgleichen kurdischen Revolution Mustafa Barzanis im Irak während des sogenannten zweiten Kurdenkrieges politisch beeinflusst. Nach dem Studium begann er als Ingenieur in Saudi-Arabien zu arbeiten und kehrte in den 1990er Jahren nach Syrien zurück.
1998 entschied sich Muslim, der Demokratischen Partei Kurdistan-Syrien beizutreten. Enttäuscht über den geringen Wirkungsgrad der DPK in Syrien, beschloss er 2003, der PYD beizutreten, die auf Beschluss der PKK im selben Jahr gegründet wurde. Er war mehrfach ohne Anklage inhaftiert und wurde in Haft gefoltert. Nachdem er und seine Frau aufgrund seiner politischen Arbeit in Syrien inhaftiert worden waren, floh er vor weiterer politischer Verfolgung in ein PYD-Lager im Nordirak. Von 2010 bis 2017 war er Vorsitzender der Partei. Mit Beginn der Revolution in Syrien kehrte er im März 2011 nach Syrien zurück.[2] Muslim war auch Mitglied im Hohen Kurdischen Komitee, einer Kommission zur Selbstverwaltung der kurdischen Gebiete in Syrien.
Muslim war verheiratet und hatte fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter. Muslims Söhne sind Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG). Sein jüngster Sohn Şervan Muslim wurde am 9. Oktober 2013 durch einen Scharfschützen des Islamischen Staat im Irak und der Levante in der Nähe Tall Abyads getötet.[3][4]
Er beschrieb den Bürgerkrieg in Syrien und die Zukunft der Kurden in Syrien wie folgt: Şablon:Zitat Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in Ankara am 17. Februar 2016 wurde Mitte November 2016 gegen Muslim ein türkischer Haftbefehl erlassen.[5] Die Türkei hatte vor einigen Jahren noch Gespräche mit der PYD geführt und Muslim mehrmals in Ankara empfangen. Mittlerweile sieht sie die PYD mit der PKK als identisch an und hat die PYD als terroristische Organisation eingestuft. Muslim hingegen betonte, dass die PKK und die PYD zwei getrennte Organisationen seien, die nur ideologisch die gleiche Idee vertreten.[6]
Am 12. Februar 2018 wurde er während der türkischen Militäroffensive auf Afrin auf die Terrorliste der türkischen Regierung unter Erdogan gesetzt. Für Hinweise auf seinen Aufenthaltsort wurde eine Belohnung von 4 Millionen Türkische Lira ausgesetzt.[7] Am 25. Februar 2018 wurde er in Prag festgenommen und zwei Tage später auf gerichtliche Anordnung wieder freigelassen.[8][9]
Im Juni 2022, beim 9. Kongress der PYD in Hesekê, wurden er und Asya Abdullah als Ko-Vorsitzende der PYD gewählt.[10] Er übte dieses Amt bis September 2024 aus.
Einzelnachweise
- ↑ Şablon:Internetquelle
- ↑ Şablon:Cite web
- ↑ Kurê Salih Muslim di şerê çekdarên îslamî yên radîkal de jiyana xwe ji dest da In: Rûdaw. Abgerufen am 10. Oktober 2013
- ↑ Şablon:Webarchiv In: Al-Monitor. Abgerufen am 10. Oktober 2013
- ↑ Türkei erlässt Haftbefehl gegen syrisch-kurdischen Parteichef In: www.euronews.com vom 22. November 2016
- ↑ „Das syrische Regime hat nie ernsthaft gegen den IS gekämpft.“ In: Der Tagesspiegel vom 7. November 2016.
- ↑ Former PYD leader Salih Muslim, pro-Assad group leader Mihraç Ural added to Turkey’s ‘wanted terrorists’ list
- ↑ Şablon:Internetquelle
- ↑ Türkei kritisiert Freilassung von Kurdenpolitiker zeit.de vom 27. Februar 2018
- ↑ Şablon:Internetquelle
Şablon:SORTIERUNG:Muslim, Salih
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