Milena Aboyan
Milena Aboyan (Şablon:HyS; geboren 1992 in Jerewan[1]) ist eine jesidisch-kurdische Filmregisseurin und Drehbuchautorin.
Leben und Wirken
Milena Aboyan wurde in Armenien geboren, ist jesidische Kurdin und kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland.[2] Ab 2010 absolvierte sie eine Schauspielausbildung, die sie mit der Bühnenreife abschloss.[3] Ab 2015 studierte Aboyan an der Filmakademie Baden-Württemberg im Fachbereich Drehbuch und realisierte ab dem dritten Studienjahr eigene Kurzfilme als Regisseurin. Ihr erster Spielfilm Elaha, der im Rahmen ihres Studiums entstand, hatte seine Weltpremiere in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ bei den 73. Internationalen Filmfestspielen Berlin.[4]
Elaha wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals gezeigt, mehrfach ausgezeichnet und zweimal für den Deutschen Filmpreis nominiert, unter anderem in der Kategorie Bester Spielfilm.[5] Außerdem wurde Elaha auf dem 75. Locarno Filmfestival als eines von sechs Projekten für die First Look-Sektion des Festivals ausgewählt.[6]
Im Anschluss an Elaha inszenierte Aboyan den Stuttgarter Tatort „Überlebe wenigstens bis morgen“,[7] erneut mit der Schauspielerin Bayan Layla in der Episodenhauptrolle, die bereits in Elaha die titelgebende Figur verkörpert hatte.
Filmografie (Auswahl)
- 2016: Die Vertreibung der Elefanten (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2018: Was bleibt (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2018: Der Greteltrick (mittellanger Film) – Drehbuch und Regie
- 2018: Sonne scheint über August (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2021: Süsser Sommer (Kurzfilm) – Drehbuch
- 2023: Elaha – Drehbuch und Regie
- 2025: Tatort – Überlebe wenigstens bis morgen
- 2026: Wovon sollen wir träumen – Drehbuch und Co-Regie
Auszeichnungen
- Emder Drehbuchpreis beim 30. Internationalen Filmfest Emden-Norderney für das Drehbuch Vor dem Anfang.[8]
- 2023: Norderneyer Engel – Integrationspreis der Insel Norderney beim 33. Internationalen Filmfest Emden-Norderney für ihren Spielfilm Elaha.[9]
- 2023: NDR Filmpreis für den Nachwuchs für ihren Spielfilm Elaha[10]
- 2023: DGB-Filmpreis für ihren Spielfilm Elaha[10]
- 2023: Nachwuchspreis bei den Heimat Europa Filmfestspielen[11]
- 2023: New Faces Award[12]
- 2023: TeleVisionale - Film- und Serienfestival Baden-Baden MFG-Star[13]
- 2025: Ödön-von-Horváth-Förderpreis[14]
- 2026: Max Ophüls Preis: Preis der Ökumenischen Jury[15]
- 2026: Max Ophüls Preis: Publikumspreis Spielfilm
Weblinks
Einzelnachweise
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