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	<title>Volkszählung von 1962 in al-Hasaka - Dîroka guhartoyê</title>
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	<updated>2026-08-10T03:19:30Z</updated>
	<subtitle>Dîroka guhartina vê rûpelê di wîkiyê de</subtitle>
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		<title>Admin: Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)</title>
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		<updated>2026-08-09T20:33:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Rûpela nû&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Imagemap Syrien1|Al-Hasakah in Syria (+Golan hatched).svg|miniatur|Lage der Provinz al-Hasaka}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volkszählung von 1962 in al-Hasaka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde am 5. Oktober 1962 durch die [[Syrien|syrische]] Regierung durchgeführt. Als Ergebnis wurde 120.000 [[Kurden]] (damals ca. 20 Prozent der [[Kurden in Syrien]]) im [[Gouvernement al-Hasaka]] die [[syrische Staatsbürgerschaft]] entzogen und sie wurden zu Ausländern erklärt. Die Zahl der staatenlosen Kurden stieg mittlerweile auf mehr als 300.000 an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://edition.cnn.com/2011/WORLD/meast/04/07/syria.kurdish.citizenship/index.html Stateless Kurds in Syria granted citizenship] In: CNN. Abgerufen am 18. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Die Volkszählung fand aufgrund des „Dekrets Nr. 93“ vom 23. August 1962 im [[Gouvernement al-Hasaka]] statt. Die treibende Kraft hinter dem Beschluss war deren Gouverneur Saʿid as-Saiyid.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurdwatch&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20110312210931/http://www.kurdwatch.org/pdf/kurdwatch_staatenlose_de.pdf Staatenlose Kurden in Syrien, Bericht von Kurdwatch, März 2010, S. 6–7 und 15 ff.] (PDF; 559&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich hatten die Bewohner syrische Ausweise und sie wurden aufgefordert, diese auszuhändigen, damit sie erneuert werden könnten. Diejenigen, die das taten, bekamen sie nicht zurück. Es wurde eine Medienkampagne gegen die Kurden mit Slogans wie „&amp;#039;&amp;#039;Rettet das Arabertum in der Dschazira!&amp;#039;&amp;#039;“ und „&amp;#039;&amp;#039;Bekämpft die kurdische Bedrohung!&amp;#039;&amp;#039;“ gestartet. Diese Politik fiel mit dem Aufstand Mustafa Barzanis in Irakisch-Kurdistan und der Entdeckung von Ölreserven in den kurdischen Gebieten Syriens zusammen. Im Juni 1963 nahm Syrien an einer Militäraktion der Iraker gegen die Kurden teil und sorgte für Flugzeuge, gepanzerte Fahrzeuge und 6000 Mann. Syrische Truppen überquerten die irakische Grenze und bewegten sich auf [[Zaxo]] zu, um Barzanis Kämpfer zu verfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Îsmet Şerîf Wanlî: S. 151–152&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begründung ==&lt;br /&gt;
Die syrischen Regierung begründete die außerordentliche Volkszählung damit, dass Kurden aus den Nachbarländern, besonders der Türkei, illegal die Grenze überschritten hätten. Weiterhin behauptete sie, dass diese Kurden sich dort ansiedelten und so nach und nach die Mehrheit in Städten wie [[Amude]] und [[Qamischli]] ausmachten. Auch sagte sie, dass viele es schafften, sich illegal in die syrischen Einwohnerregister einzuschreiben. Des Weiteren spekulierte die Regierung, dass Kurden vorhätten, sich anzusiedeln und Besitz zu erwerben, besonders nach den landwirtschaftlichen Gesetzesreformen, um von der Neuverteilung der Ländereien zu profitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrw.org&amp;quot;&amp;gt;[http://hrw.org/reports/1996/Syria.htm Syria: The silenced kurds] Bericht der HRW vom Oktober 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen dieser wachsenden illegalen Einwanderung führte die Regierung am 5. Oktober 1962 die Volkszählung durch, mit dem Ziel die Register zu reinigen und die illegalen Einwanderer zu identifizieren. Am Ende wurden mehr als 120.000 Kurden als Fremde identifiziert und in speziellen Registern geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrw.org&amp;quot;/&amp;gt; Die restlichen überprüften Bürger wurden in neue zivile Melderegister übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die staatenlosen Kurden werden in zwei Gruppen geteilt, die {{arF|w=adschānib|أجانب|b=Ausländer}} und {{arF|w=maktūmīn|مكتومين|b=versteckt}}. &amp;#039;&amp;#039;Adschānib&amp;#039;&amp;#039; erhalten standesamtliche Identitätsdokumente, &amp;#039;&amp;#039;maktūmīn&amp;#039;&amp;#039; nur in Ausnahmefällen Identitätsbescheinigungen von ihrem zuständigen Bürgermeister (&amp;#039;&amp;#039;muchtar&amp;#039;&amp;#039;). &amp;#039;&amp;#039;Maktūmīn&amp;#039;&amp;#039; sind staatlichen Restriktionen in höherem Ausmaß als &amp;#039;&amp;#039;adschānib&amp;#039;&amp;#039; unterworfen, so erhalten sie keine Schulabschlusszeugnisse und dürfen kein Hochschulstudium aufnehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kurdwatch&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unhcr.org/refworld/docid/47a6eba80.html Refugees International, Buried Alive, Stateless Kurds in Syria, Januar 2006, S. 3,4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Nach [[Human Rights Watch]] (HRW) soll nach einigen Aussagen die außergewöhnliche Volkszählung willkürlich durchgeführt worden sein. So seien die Mitglieder ein und derselben Familie unterschiedlich eingestuft worden. Manche Mitglieder derselben Familie wurden zu Staatsbürgern erklärt, während andere als Ausländer deklariert wurden, was die Ungenauigkeit des Vorgangs nahelegt; HRW behauptet auch, dass manche Kurden, die den Wehrdienst geleistet hatten, ihre Staatsbürgerschaft verloren, während andere, die die Beamten bestochen hatten, sie behalten durften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrw.org&amp;quot;/&amp;gt; So soll die syrische Regierung gemäß Human Rights Watch viele ursprünglich kurdische Einwohner zu Fremden erklärt und folglich ihre Menschenrechte verletzt haben, als sie ihnen die syrische Staatsbürgerschaft entzog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrw.org&amp;quot;/&amp;gt; Staatenlose Kurden haben nicht die Möglichkeit, legal in ein anderes Land auszuwandern, weil sie keine Papiere haben. In Syrien dürfen sie nicht in staatlichen Behörden und Unternehmen beschäftigt werden und sie dürfen legal keinen syrischen Staatsangehörigen heiraten. Kurden mit dem Status eines Ausländers haben nicht das Recht zu wählen oder sich zur Wahl zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedereinbürgerungen im Zuge des syrischen Bürgerkrieges ==&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Bürgerkrieg in Syrien|syrischen Bürgerkrieges]] gab das syrische Ministerium für Arbeit und Soziales im März 2011 bekannt, dass Kurden, die keine syrische Staatsbürgerschaft besitzen, ab sofort ein Recht auf Arbeit hätten. Am zweiten Aprilwochenende 2011 wurde im Dekret Nr. 49 bekanntgegeben, dass diejenigen Kurden innerhalb Syriens, welche über keinerlei Staatsbürgerschaft verfügen, die syrische erhalten sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130921055000/http://www.kurdwatch.org/index.php?aid=2000&amp;amp;z=de&amp;amp;cure=233 Kurdwatch, 16. September 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wieder Tote in Daraa&amp;quot;&amp;gt;Leukefeld, Karin: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/195231.wieder-tote-in-daraa.html &amp;#039;&amp;#039;Wieder Tote in Daraa.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 11. April 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies betrifft aber nur registrierte Staatenlose (&amp;#039;&amp;#039;adschānib&amp;#039;&amp;#039;). Unregistrierte Staatenlose (&amp;#039;&amp;#039;maktūmīn&amp;#039;&amp;#039;) werden nicht berücksichtigt, die syrische Staatsbürgerschaft wird ihnen weiterhin vorenthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130928035241/http://www.kurdwatch.org/index.php?aid=1402&amp;amp;z=de&amp;amp;cure=233 Kurdwatch, 8. April 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Ende September 2011 sind nach Angaben des syrischen Innenministeriums 51.000 Wiedereinbürgerungen vorgenommen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20130921055000/http://www.kurdwatch.org/index.php?aid=2000&amp;amp;z=de&amp;amp;cure=233 Kurdwatch, 16. September 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Muhammad Talab Hilal (Vorsitzender der politischen Abteilung des Geheimdienstes in Al-Hasaka): &amp;#039;&amp;#039;Studie über die Provinz Al-Jazeera in nationaler, sozialer und politischer Hinsicht&amp;#039;&amp;#039;. Ins Deutsche übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Dr. Gundî Dilberz, Berlin 2013, ISBN 978-3-942735-43-8. In dieser Studie begründet ein syrischer Geheimdienstoffizier die Notwendigkeit einer diskriminierenden syrischen Staatspolitik gegenüber den Kurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ismet Chériff Vanly]]: {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Persecution of the Kurdish People by the Baath Dictatorship in Syria: The Syrian &amp;#039;&amp;#039;Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039; Against the Kurds, translated and introduced with commentary and annotations&amp;#039;&amp;#039;}}. Vanly übersetzt und analysiert wichtige Teile von Hilals Text. Vanly bezeichnet Hilals &amp;#039;&amp;#039;Studie über die Provinz Al-Jazeera in nationaler, sozialer und politischer Hinsicht&amp;#039;&amp;#039; als „Der syrische Mein Kampf gegen die Kurden“ ({{enS|the Syrian &amp;#039;&amp;#039;Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039; against the Kurds}}) und als „[[Endlösung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |url=https://books.google.co.uk/books?id=FW66AAAAIAAJ |title=Persecution of the Kurdish People by the Baath Dictatorship in Syria: The Syrian &amp;#039;&amp;#039;Mein Kampf&amp;#039;&amp;#039; Against the Kurds, translated and introduced with commentary and annotations by Ismet Chériff Vanly |author=[[Ismet Chériff Vanly]] |date=1968 |location=Amsterdam |pages=27 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vanlys Werk vergleicht parallele Passagen in Hilals &amp;#039;&amp;#039;Studie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Arabischer Gürtel]] &lt;br /&gt;
* [[Arabisierung]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syrische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Minderheit in Asien als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement al-Hasaka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arabien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkulturation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1962]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel basiert (ganz oder teilweise) auf dem Artikel „[[:de:Volkszählung von 1962 in al-Hasaka|Volkszählung von 1962 in al-Hasaka]]“ aus der freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ CC BY-SA 4.0]. In der Wikipedia ist eine [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Volksz%C3%A4hlung_von_1962_in_al-Hasaka&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorî:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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