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	<title>Nihat Yusufoğlu - Dîroka guhartoyê</title>
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	<subtitle>Dîroka guhartina vê rûpelê di wîkiyê de</subtitle>
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		<id>https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?title=Nihat_Yusufo%C4%9Flu&amp;diff=699&amp;oldid=prev</id>
		<title>Admin: Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)</title>
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		<updated>2026-08-09T20:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Rûpela nû&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aufkleber Demonstration zum Gedenken an Nihat Yusufoğlu.JPG|miniatur|Mit diesem Aufkleber wurde zur Demonstration am 20. Todestag Yusufoğlus nach Hachenburg mobilisiert.]][[Datei:Nihat.jpg|mini|Gedenktafel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nihat Yusufoğlu&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Nihad&amp;#039;&amp;#039;; * [[1974]] in der [[Türkei]]; † [[28. Dezember]] [[1990]] in [[Hachenburg]], [[Rheinland-Pfalz]]) war ein aus der Türkei nach Deutschland eingewanderter [[Kurden|Kurde]], der von einem [[Neonazismus|Neonazi]]-[[Skinhead]] erstochen wurde. Er war eines der ersten [[Todesopfer rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland]] nach der Wiedervereinigung. In türkischen Medien findet Yusufoğlu als erstes von bis zu zwölf türkischen Opfern rechtsextremer Gewalt in Deutschland nach der Wiedervereinigung Erwähnung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hamburghaber.de/haber-Irkcilarin-Kurbanlari-bu-Se-5813/ |archive-today=20120803054941 |text=Irkçıların Kurbanları bu Sergide}} In: Hamburg Haber, 1. Dezember 2010 (türkisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Mord hat laut Angabe der [[Rhein-Zeitung]] in der Region eine „breite Debatte über Rassismus und Neonazismus“ ausgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Erinnerungen an Nihad Yusufoglu, in: &amp;#039;&amp;#039;Rhein-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 30. Dezember 2010, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
In der Türkei waren die Mitglieder der Familie Yusufoğlu als Kurden verfolgt worden. Ein Onkel und ein Großvater von Nihat waren umgebracht worden. Die elf in Hachenburg lebenden Familienmitglieder hatten in Deutschland Asyl beantragt.&amp;lt;ref name=FR&amp;gt;Michael Grabenströer: Eine Kleinstadt im Westerwald und ein Messer im Stadtbrunnen, &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 26. Februar 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tathergang ==&lt;br /&gt;
Bereits im Vorfeld des Mordes war die Familie Yusufoğlu über Wochen von Neonazis mit Beleidigungen und Bedrohungen attackiert worden. Diese hatten ihren Treffpunkt an einem Parkhaus gegenüber dem Haus der Yusufoğlus.&amp;lt;ref&amp;gt;Schweigemarsch fuer ermordeten Kurden, in: [[TAZ]] Nr. 3299 vom 7. Januar 1991, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.wwtv.de/?conlabz_video=region-aktuell-vom-29-12-2010, 2:50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 28. Dezember 1990 versammelten sich insgesamt sechs [[Skinhead#Gruppierungen mit eindeutig rechtsextremer Gesinnung|Boneheads]] vor dem Haus und skandierten „Kanaken raus“, woraufhin Nihat und zwei seiner Brüder heraustraten und sich eine tätliche Auseinandersetzung entwickelte. Der 20-jährige Skinhead Alexander T. ermordete Nihat Yusufoğlu mit einem Messerstich durch den Rücken ins Herz.&amp;lt;ref name=Pakt&amp;gt;Bernd Siegler, Oliver Tolmein, Charlotte Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Der Pakt. Die Rechten und der Staat&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Die Werkstatt, 1993, Seite 83–84&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Mord wurde das Haus der Familie Yusufoğlu mit Steinen beworfen, die Familienmitglieder bedroht, beleidigt und die Kinder verprügelt. Aber es gab auch eine Menschenkette in Gedenken an das Opfer. Die Familie verließ nach der Ermordung den Ort, was aufgrund ihres Status als [[Asyl]]suchende und der damit verbundenen [[Residenzpflicht]] nicht einfach war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wwtv.de&amp;quot;&amp;gt;http://www.wwtv.de/?conlabz_video=region-aktuell-vom-29-12-2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess ==&lt;br /&gt;
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Koblenz gehörte der Mörder T. zum Umfeld der [[Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland|rechtsextremen]] „Taunusfront“, als deren „Rädelsführer“ er sich gegenüber der Polizei bezeichnet hatte. T. war dem Verfassungsschutz von überregionalen rechtsextremen Aufmärschen bekannt. Gegen ihn lief bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des [[Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen|Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen]]. Obwohl er kurz vor der Tat von gewaltbereiten Skinheads aus Saarbrücken besucht worden war, behauptete er vor Gericht, sich zu dem Zeitpunkt der Tat schon von der Skinheadszene abgewandt zu haben.&amp;lt;ref name=Pakt/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [[TAZ]] wurde der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, sie habe versucht, die Tat zu einem unpolitischen &amp;#039;&amp;#039;Dumme-Jungen-Streich&amp;#039;&amp;#039; herunterzuspielen, obwohl der Haupttäter sogar dem Verfassungsschutz bekannt gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;„Wir wollten die plattmachen“, in: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3627 vom 10. Februar 1992 S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Täter wurde wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlags]] zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt. Das Gericht blieb mit dem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein mildes Urteil gegen Skinhead, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Nürnberger Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Februar 1992&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner Begründung ging der Jugendrichter nicht von einer rechtsextremen und rassistischen Motivation der Tat aus, wofür er in der Berichterstattung kritisiert worden ist.&amp;lt;ref name=FR/&amp;gt;&amp;lt;ref name=Pakt/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Der Fall erregte Aufsehen in der deutschen&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=http://www.zeit.de/1991/06/sie-johlten-und-groelten-als-nihat-kam | title=Sie johlten und grölten, als Nihat kam | accessdate=2011-08-12 | author=Viola Roggenkamp | date=1991-02-01 | work=Die Zeit}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie der kurdischen und türkischen Presse&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.milligazete.com.tr/haber/irkciligin-resmi-hamburg-da-sergileniyor-183646.htm | wayback=20110109214246 | text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.sabah.de/tr/irkci-saldiri-kurbanlari-sergiyle-anildi.html&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird in der Todesopferliste der [[Amadeu Antonio Stiftung]] geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mut gegen rechte Gewalt: [https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990 &amp;#039;&amp;#039;Todesopfer rechtsextremer und rassistischer Gewalt seit 1990&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben ist die Schilderung des Falles Teil zweier [[Wanderausstellung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/ausstellungen-theater-und-veranstaltungsreihen&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.opfer-rechter-gewalt.de/www/service/down/opfer-rechter-gewalt.pdf | wayback=20110725123011 | text=Opfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tat bzw. die Verurteilung des Täters werden 1990 bzw. 1992 in den [[Verfassungsschutzbericht]]en des Bundesinnenministeriums erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium des Innern: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsschutzbericht&amp;#039;&amp;#039;, 1990, Seite 114, 1992, Seite 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bedeutung, die die Ermordung in der Region hatte, ermisst sich auch in der Auflistung des Falls in der Westerwälder-Chronik des 20. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.: [http://www.regionalgeschichte.net/?id=10702#a98 Schlagzeilen im 20. Jahrhundert aus der Geschichte der Stadt Hachenburg]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 20. Jahrestag des tödlichen Überfalls auf Nihat Yusufoğlu gab es in der Stadt Hachenburg eine Demonstration, an der über 300 Menschen, darunter der Bürgermeister der Stadt Peter Klöckner und der Dekan Martin Fries, teilnahmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wwtv.de&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rhein-zeitung.de/regionales/westerwald_artikel,-Demonstration-erinnert-an-den-Tod-von-Nihad-Yusufogli-_arid,183312.html Demonstration erinnert an den Tod von Nihad Yusufogli], &amp;#039;&amp;#039;Rhein-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 29. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Artikel in der Rhein-Zeitung zur Demonstration am 20. Jahrestags der Ermordung Nihat Yusufoğlus ([http://www.rhein-zeitung.de/regionales/westerwald_artikel,-Demo-gegen-rechte-Gewalt-und-Rassismus-_arid,180871.html])&lt;br /&gt;
* Artikel im Westerwald-Kurier anlässlich des 25. Jahrestags und der damit verbundenen Enthüllung der Gedenktafel([http://www.ww-kurier.de/artikel/44336-vor-25-jahren-wurde-nihat-yusufoglu-ermordet])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uli Jungbluth]]: &amp;#039;&amp;#039;Durch den Rücken in die Herzkammer. Rechtsextremismus und pädagogisches Handeln&amp;#039;&amp;#039;, Fölbach, Koblenz 1991, ISBN 3-923532-11-3.&lt;br /&gt;
* Bernd Siegler, Oliver Tolmein, Charlotte Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Der Pakt. Die Rechten und der Staat&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Die Werkstatt, 1993, Seite 83–84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Yusufoglu, Nihat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer rechtsextremen Gewalttat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer von Rassismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hachenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Yusufoğlu, Nihat&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Yusufoglu, Nihad&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=türkisch-kurdisches Opfer rechtsextremer Gewalt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1974&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Türkei]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hachenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ev gotar bi zimanên din / Dieser Artikel in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
* [[:ku:Nîhat Yusufoglu|Kurmancî]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel basiert (ganz oder teilweise) auf dem Artikel „[[:de:Nihat Yusufoğlu|Nihat Yusufoğlu]]“ aus der freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ CC BY-SA 4.0]. In der Wikipedia ist eine [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nihat_Yusufo%C4%9Flu&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorî:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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