<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="ku">
	<id>https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurden_in_Iran</id>
	<title>Kurden in Iran - Dîroka guhartoyê</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kurden_in_Iran"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?title=Kurden_in_Iran&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-10T03:06:08Z</updated>
	<subtitle>Dîroka guhartina vê rûpelê di wîkiyê de</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.46.0</generator>
	<entry>
		<id>https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?title=Kurden_in_Iran&amp;diff=502&amp;oldid=prev</id>
		<title>Admin: Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kurdipedia.shiwan.online/index.php?title=Kurden_in_Iran&amp;diff=502&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-09T20:25:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Rûpela nû&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurden in Iran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine der nationalen Minderheiten des multiethnischen Staates [[Iran]]. Die [[Kurden|kurdische]] Bevölkerung konzentriert sich vor allem im Nordwesten des Landes, dem „Iranischen Kurdistan“, welches über die iranische [[Provinz Kurdistan]] hinausgeht. Es leben auch zahlreiche Kurden in der Region [[Chorasan (Provinz)|Chorasan]] im Nordosten des Landes. Es wird geschätzt, dass die [[Kurden#Iran|Kurden]] knapp ein Zehntel der Bevölkerung Irans ausmachen (knapp acht bis neun Millionen Menschen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/iran-proteste-kurden-regimewechsel-100.html |titel=Proteste im Iran: Wofür die kurdische Bevölkerung kämpft |werk=ZDF heute |datum=2022-11-14 |sprache=de |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Schätzungen gehen von 12 Millionen Kurden in Iran aus, was knapp ein Viertel der Kurden weltweit wären.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.institutkurde.org/en/info/the-kurdish-population-1232551004 |titel=The Kurdish population |werk=Institut Kurde |sprache=fr |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kampf der Kurden um Autonomie und Selbstbestimmung lässt sich mehrere Jahrhunderte bis in die heutige Islamische Republik Iran zurückverfolgen. In jüngerer Zeit war die kurdische Bevölkerung Irans überdurchschnittlich häufig von politischen Repressionen der Zentralregierung betroffen, die einen möglichen kurdischen [[Sezession|Separatismus]] fürchtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Steinvorth |Titel=»Zertretet die Schlange!« |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2010-03-29 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/zertretet-die-schlange-a-298efd89-0002-0001-0000-000069790580 |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsgebiet der Kurden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurdish languages map.svg|mini|Kurdisches Siedlungsgebiet (mit Dialektgruppen)]]&lt;br /&gt;
Iranisch-Kurdistan oder [[Kurdistan#Iranischer_Teil|Ostkurdistan]] (kurdisch &amp;#039;&amp;#039;Rojhilatê Kurdistanê&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die von Kurden bewohnten Teile des westlichen Iran, die an den Irak und die Türkei grenzen. Dieses Gebiet umfasst die Provinzen Kurdistan, [[Kermanschah (Provinz)|Kermanschah]], [[West-Aserbaidschan]], [[Ilam (Provinz)|Ilam]] und [[Luristan|Lorestan]] vollständig oder teilweise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Youssef Courbage, Emmanuel Todd, George Holoch |Titel=A Convergence of Civilizations: The Transformation of Muslim Societies Around the World |Verlag=Columbia University Press |Datum=2011 |DOI=10.7312/cour15002 |Seiten=74 |JSTOR=10.7312/cour15002}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Provinz [[Razavi-Chorasan]] leben zwischen einer halben und einer Million Kurden. Der Stamm der [[Lak (Volk)|Lak]] bewohnt Teile der Provinzen Ilam und Lorestan, und die [[Faili]] leben in der Provinz Kermanschah und Ilam sowie in einigen Teilen der Provinzen Kurdistan und [[Hamadan (Provinz)|Hamadan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kurden betrachten das nordwestliche Iran (Ostkurdistan) im Allgemeinen als einen der vier Teile eines [[Kurdistan|Großkurdistans]], zu dem nach dieser Auffassung auch Teile der [[Südostanatolien|südöstlichen Türkei]] (Nordkurdistan), [[Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien|Nordsyriens]] ([[Westkurdistan]]) und des [[Nordirak]]s (Südkurdistan) gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die beiden Hauptreligionen der Kurden in Iran sind der [[Islam]] und der [[Yarsanismus]], während einige wenige Kurden dem [[Bahá&amp;#039;í|Baháʼí]]-Glauben anhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helen Chapin Metz |Titel=Iran, a Country Study |Verlag=The Division |Datum=1989 |Seiten=126 |Online=https://books.google.de/books/about/Iran_a_Country_Study.html?id=NH4sAAAAYAAJ&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es herrscht Uneinigkeit darüber, welches die größte [[Konfession]] unter den Kurden ist; Forscher wie [[Richard Nelson Frye|Richard N. Frye]] und [[Martin van Bruinessen]] gehen davon aus, dass der [[Sunniten|sunnitische]] Islam (des [[Schafiiten|schafiitischen]] Zweigs) die Mehrheitsreligion ist,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin van Bruinessen |Titel=Religion in Kurdistan |Sammelwerk=Kurdish Times (New York) vol. 4 nos. 1-2 (1991), 5-27. |Datum=1991-01-01 |Online=https://www.academia.edu/6265981/Religion_in_Kurdistan |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Richard N. Frye |url=https://iranicaonline.org/ |titel=Iran v. Peoples of Iran |werk=Encyclopaedia Iranica Foundation |sprache=en-US |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; während andere die Position vertreten, dass der [[Zwölfer-Schia|Zwölferzweig]] des [[Schia|schiitischen Islam]] die Mehrheitsreligion ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anu Leinonen |url=https://helda.helsinki.fi/items/50bb7a9f-7050-441c-a916-f37d6a657f02 |titel=Unity or Diversity? Turkish Nationalism, Kurds, and the Turkish Mainstream Press. |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kurden zählen wie die [[Perser (Volk)|Perser]] zu den Sprechern der [[Indoiranische Sprachen|indoiranischen Sprachen]], was sie mit den Persern gegenüber [[Araber]]n und den [[Turkvölker]] verbindet. Die Kurden haben allerdings eine von den Persern getrennte ethnische Identität. Historisch waren die Kurden zudem immer in verschiedene Stämme und Clans gespalten. Vom 10. bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. herrschten in dem iranischen Kurdistan zwei kurdische Dynastien, die [[Hasanwayhiden]] (959–1015) und die [[Annaziden]] (990–1117).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=E.J. Brill&amp;#039;s First Encyclopaedia of Islam 1913-1936 |Verlag=BRILL |Datum=1987 |ISBN=978-90-04-08265-6 |Online=https://books.google.de/books?id=7CP7fYghBFQC&amp;amp;pg=PA1140&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im frühen 14. Jahrhundert entstand der Staat [[Ardalan]], welcher noch bis ins 19. Jahrhundert unter den [[Kadscharen]] als ein semi-autonomes [[Kurden|kurdisches]] Fürstentum im Nordwesten Irans fortbestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Safawiden]]herrschaft in Persien versuchte die Regierung, ihre Kontrolle über die von Kurden bewohnten Gebiete im Westen Irans auszuweiten. Zu dieser Zeit gab es eine Reihe halb unabhängiger kurdischer Emirate im Nordwesten Irans. Die Kurden widersetzten sich dieser Politik und versuchten, eine gewisse Form der Selbstverwaltung zu bewahren. Dies führte zu einer Reihe von blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Safawiden und den Kurden. Die Kurden wurden in der [[Schlacht bei Dimdim]] 1609 schließlich besiegt, woraufhin die Safawiden beschlossen, die aufständischen Kurden durch Zwangsumsiedlung und Deportation zu bestrafen. Kurdische Städte wurden zerstört und zahlreiche Kurden zwangsweise umgesiedelt. Kurden aus dem Westen wurden in das [[Elburs-Gebirge|Alborz-Gebirge]] und nach [[Chorasan]] (Khurasan) sowie in die Höhenlagen der [[Iranisches Hochland|zentraliranischen Hochebene]] deportiert. In der Grenzregion Chorasan sollten Kurden als „Bollwerk“ gegen die Turkvölker dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Akihiko Yamaguchi |Titel=The Kurdish frontier under the Safavids |Sammelwerk=The Safavid World |Verlag=Routledge |Datum=2021 |ISBN=978-1-003-17082-2 |DOI=10.4324/9781003170822-34/kurdish-frontier-safavids-akihiko-yamaguchi |Online=https://www.taylorfrancis.com/chapters/edit/10.4324/9781003170822-34/kurdish-frontier-safavids-akihiko-yamaguchi |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch unter den Kadscharen kam es gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu wiederholten Kurdenaufständen, welche niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Republic of mahabad and iranian azerbaijan 1945 1946.png|mini]]&lt;br /&gt;
Die Schwäche der persischen Regierung während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ermutigte einige kurdische Stammesführer, sich die chaotische Situation zunutze zu machen. [[Simko Schikak|Simko]], Stammesführer der [[Schikak (Ethnie)|Schikak]], errichtete von 1918 bis 1922 seine Autorität im Gebiet westlich des [[Urmiasee|Urmia-Sees]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael M. Gunter |Titel=Historical Dictionary of the Kurds |Verlag=Rowman &amp;amp; Littlefield Publishers |Datum=2018-02-20 |ISBN=978-1-5381-1050-8 |Online=https://books.google.de/books/about/Historical_Dictionary_of_the_Kurds.html?id=i7hJDwAAQBAJ&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jaafar Sultan aus der Region [[Hawraman|Hewraman]] übernahm die Kontrolle über die Region zwischen [[Marivan]] und nördlich von [[Halabdscha|Halabscha]] und blieb bis 1925 unabhängig. Im Jahr 1922 ging [[Reza Khan]] (der spätere erste [[Pahlavi (Dynastie)|Pahlavi]]-Monarch) gegen die kurdischen Führer vor. Simko war gezwungen, seine Region im Herbst 1922 zu verlassen, und verbrachte acht Jahre im Versteck. Als die iranische Regierung ihn überredete, Verhandlungen zu führen, wurde er 1930 in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Danach verfolgte Reza eine grobe, aber effektive Politik gegen die Kurden. Hunderte von kurdischen Stammesführern wurden deportiert und ins Exil gezwungen. Auch ihr Land wurde von der Regierung beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. G. Elphinston |Titel=The Kurdish Question |Sammelwerk=International Affairs (Royal Institute of International Affairs 1944-) |Band=22 |Nummer=1 |Datum=1946 |ISSN=0020-5850 |DOI=10.2307/3017874 |Seiten=91–103 |JSTOR=3017874}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das neutrale Persien 1941 von [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und der [[Sowjetunion]] besetzt. Mit Unterstützung der Sowjetunion wurde 1946 in der Stadt [[Mahabad]] von der Bewegung [[Demokratische Partei Kurdistan-Iran|Komeley Jianewey Kurd]] unter der Führung von [[Qazi Mohammed]] ein kurdischer Staat gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=GfbV |url=https://gfbv-voices.org/ein-millionenvolk-ohne-staat-die-kurden-im-heutigen-iran-riefen-vor-75-jahren-die-republik-aus-nicht-zum-ersten-und-nicht-zum-letzten-mal-kamen-sie-unter-die-raeder-der-kurdenfeindlichen-weltpolitik/ |titel=Voices • Ein Millionenvolk ohne Staat: Die Kurden im heutigen Iran riefen vor 75 Jahren die Republik aus. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal gerieten sie unter die Räder der kurdenfeindlichen Weltpolitik |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kurzlebige [[Republik Mahabad]] bestand jedoch weniger als ein Jahr, da das Ende des Krieges und der Abzug der sowjetischen Besatzungstruppen es der Zentralregierung ermöglichte, die Separatisten zu besiegen und Kurdistan wieder an Iran anzugliedern. Am 10. Januar 1947 wurden Qazi Mohammed und weitere Funktionäre der kurzlebigen Kurdenrepublik entgegen der Zusicherungen und Versprechungen Teherans inhaftiert und vor ein iranisches Militärgericht geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Eagleton |Titel=The Kurdish Republic of 1946 |Datum= |Seiten=122}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unabhängigkeitsführer Mohammed wurde von dem Gericht zum Tode verurteilt und später hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Eagleton |Titel=The Kurdish Republic of 1946 |Datum= |Seiten=124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regierungszeit von [[Mohammad Reza Pahlavi]] litten die Kurden unter den Repressionen des staatlichen Sicherheitsdienstes [[SAVAK]]. Der [[Schah]] war kein Freund einer Autonomie der Kurden in Iran, unterstützte jedoch kurzzeitig die Kurden im benachbarten Irak gegen die dortige Regierung, bevor er seine Unterstützung später einstellte. Ein linker Aufstand der [[Demokratische Partei Kurdistan-Iran|Demokratischen Partei Kurdistan-Iran]] (DPK-I) wurde 1967 vom SAVAK niedergeschlagen. Während der [[Islamische Revolution|Islamischen Revolution]] 1979 beteiligten sich viele Kurden an den Demonstrationen gegen den Schah. Nach seinem Sturz lehnte das neue Regime aber jegliche Autonomie der Kurden als unislamisch ab und verweigerte ihnen eine Beteiligung an der Ausarbeitung der neuen Verfassung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nourizadeh.com/archives/000267.php |titel=Ali Reza Nourizadeh (Persian - Arabic - English) |abruf=2024-06-03 |archiv-datum=2012-03-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120304210456/http://www.nourizadeh.com/archives/000267.php |offline=ja |archiv-bot=2026-01-29 00:17:32 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Welle des Nationalismus erfasste deshalb Ostkurdistan. Anfang 1979 brach ein [[Kurdenaufstand in Iran 1979–1983|bewaffneter Konflikt]] zwischen kurdischen Gruppierungen und den Sicherheitskräften der iranischen Revolutionsregierung aus. Zu den kurdischen Kräften gehörten vor allem die DPK-I und die linksgerichtete [[Komalah]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David McDowall |Titel=A Modern History of the Kurds |Verlag=Bloomsbury Academic |Datum=1997 |ISBN=978-1-86064-185-5 |Seiten=261-287 |Online=https://books.google.de/books/about/A_Modern_History_of_the_Kurds.html?id=xpefAAAAMAAJ&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kurdenaufstand wurde von der Regierung niedergeschlagen, wobei mindestens 10.000 Menschen ums Leben kamen, darunter 1.200 kurdische politische Gefangene, die von der iranischen Regierung hingerichtet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Aufstand im Iran: Warum der Motor der Bewegung in Kurdistan liegt |Sammelwerk=Der Tagesspiegel Online |ISSN=1865-2263 |Online=https://www.tagesspiegel.de/internationales/aufstand-im-iran-warum-der-motor-der-bewegung-in-kurdistan-liegt-9039508.html |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:2022 Iran Protests (Killed).svg|mini|Getötete [[Proteste im Iran seit September 2022|Protestierende von 2022]] nach Provinz ]]&lt;br /&gt;
Seit 2000 kam es immer wieder zu Unruhen und Aufständen unter den iranischen Kurden. Im Jahre 2022 löste der Tod der Kurdin [[Jina Mahsa Amini]] langanhaltende [[Proteste im Iran seit September 2022|Proteste in Iran]] aus, die besonders stark in den Kurdengebieten waren. Diese forderten ein Ende der Unterdrückung von Frauen und der Beschränkung demokratischer Rechte, aber auch eine Verbesserung der Rechte der ethnischen Minderheiten im Land. Der von der [[Arbeiterpartei Kurdistans]] stammende Ausspruch &amp;#039;&amp;#039;[[Frau, Leben, Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; war einer der Slogans der Proteste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amnesty.de/informieren/amnesty-journal/iran-proteste-kurdischer-widerstand-und-repression-kurdische-gebiete |titel=Widerstand aus Tradition |werk=Amnesty International |sprache=de |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Situation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Solidarity with the people of Iran (52394248943).jpg|mini|Plakat mit Porträt von Jina Amini bei einer Solidaritätsdemonstration in [[Melbourne]] am 29. September 2022]]&lt;br /&gt;
Als ethnische Minderheit und auch weil viele Kurden Sunniten sind, leiden die Kurden in Iran unter Diskriminierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amnesty.org/en/documents/mde13/088/2008/en/ |titel=Iran: Human rights abuses against the Kurdish minority |werk=Amnesty International |sprache=en |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kurden waren deshalb bei Protestbewegungen gegen die iranische Regierung stark überrepräsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kourosh Ardestani |Titel=Proteste in Iran: Die Kurden sind die Pioniere des Widerstands |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Datum=2022-12-16 |ISSN=0376-6829 |Online=https://www.nzz.ch/international/proteste-in-iran-die-kurden-sind-die-pioniere-des-widerstands-ld.1717175 |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führt zu einem starken Misstrauen der Zentralregierung und einer verstärkten Präsenz von Polizei, Sicherheitsdiensten und Militär in den Kurdengebieten. Wirtschaftlich sind die Kurdengebiete dagegen unterentwickelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Kurdische Organisationen werden verfolgt und die Kurden sehen sich sprachlicher, religiöser, politischer und kultureller Benachteiligung ausgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Politische Aktivisten aus Kurdistan wurden von der Regierung wegen „Feindschaft gegen Gott“ oder anderen Gründen hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://canadafreepress.com/article/after-ehsan-fatahiyan-another-activist-fasih-yasamani-has-been-executed |titel=After Ehsan Fatahiyan another Activist Fasih Yasamani has been Executed |werk=Canada Free Press |sprache=en |abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene politische und militärische Widerstandsbewegungen sind in den Kurdengebieten aktiv, welche Kontakte zu kurdischen Organisationen in den angrenzenden Staaten unterhalten. Im Nordwesten Irans besteht deshalb ein anhaltender [[Konflikt niedriger Intensität]]. Der große Aufstand von 1979 wurde vor allem von der [[Demokratische Partei Kurdistan-Iran|Demokratischen Partei Kurdistan-Iran]] angeführt. In jüngster Zeit hat sich die [[Partei für ein freies Leben in Kurdistan]] (PJAK) herausgebildet, die eine Schwesterorganisation der [[Arbeiterpartei Kurdistans]] (PKK) ist. Ihr Rückzugsgebiet sind die [[Kandil-Berge]] im iranisch-irakischen Grenzland. Ziele sind die Autonomie oder die Abspaltung der kurdischen Mehrheitsgebiete. Während der islamischen Revolution gelang es den kurdischen nationalistischen Parteien noch kaum Unterstützung zu finden. Seit den 1990er Jahren hat der [[Kurdische Staatsgründungsbestrebungen|kurdische Nationalismus]] in der Region jedoch zugenommen, was zum Teil auf die Empörung über die gewaltsame Unterdrückung des kurdischen Aktivismus durch die Regierung zurückzuführen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David McDowall |Titel=A Modern History of the Kurds |Verlag=Bloomsbury Academic |Datum=1997 |ISBN=978-1-86064-185-5 |Seiten=278 |Online=https://books.google.de/books/about/A_Modern_History_of_the_Kurds.html?id=xpefAAAAMAAJ&amp;amp;redir_esc=y |Abruf=2024-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte iranische Kurden ==&lt;br /&gt;
* [[Azad (Rapper)|Azad]] (* 1973), deutsch-iranischer Rapper&lt;br /&gt;
* [[Şerefhan]] (1543–1599), Schriftsteller und Fürst&lt;br /&gt;
* [[Mastura Ardalan]] (1805–1848), Poetin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Qazi Mohammed]] (1893–1947), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Nur Ali Elahi]] (1895–1974), Philosoph&lt;br /&gt;
* [[Karim Sandschabi]] (1904–1995), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hejar|Abdurahman Scharafkandi]] (1921–1991), Schriftsteller, Dichter, Linguist und Übersetzer&lt;br /&gt;
* [[Hesen Zîrek]] (1921–1972), Sänger&lt;br /&gt;
* [[Ahmad Moftizadeh]] (1933–1993), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Mustafa Hijri]] (* 1945), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Shahram Nazeri]] (* 1950), Musiker&lt;br /&gt;
* [[Kayhan Kalhor]] (* 1963), Musiker&lt;br /&gt;
* [[Omid Kordestani]] (* 1963), iranisch-amerikanischer Informatiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Farhad Aslani]] (* 1966), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Bahman Ghobadi]] (* 1968), Filmregisseur&lt;br /&gt;
* [[Caucher Birkar]] (* 1968), britisch-iranischer Mathematiker&lt;br /&gt;
* [[Amineh Kakabaveh]] (* 1970), schwedisch-iranische Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Xatar]] (1981–2025), deutsch-iranischer Rapper&lt;br /&gt;
* [[Ehsan Fattahian]] (1981–2009), Aktivist&lt;br /&gt;
* [[Behrouz Boochani]] (* 1983), Journalist, Dichter, Filmproduzent und Menschenrechtsaktivist&lt;br /&gt;
* [[Navid Mohammadzadeh]] (* 1986), Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Jina Mahsa Amini]] (1999–2022), Opfer von Polizeigewalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdistan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Iran]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ev gotar bi zimanên din / Dieser Artikel in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
* [[:ar:كرد إيران|العربية]]&lt;br /&gt;
* [[:az:İran kürdləri|Azərbaycanca]]&lt;br /&gt;
* [[:azb:ایران کوردلری|azb]]&lt;br /&gt;
* [[:ckb:کوردانی ئێران|سۆرانی]]&lt;br /&gt;
* [[:en:Kurds in Iran|English]]&lt;br /&gt;
* [[:et:Iraani kurdid|et]]&lt;br /&gt;
* [[:fa:کردهای ایران|فارسی]]&lt;br /&gt;
* [[:hy:Քրդերն Իրանում|Հայերեն]]&lt;br /&gt;
* [[:id:Kurdi Iran|id]]&lt;br /&gt;
* [[:ku:Kurdên Îranê|Kurmancî]]&lt;br /&gt;
* [[:ru:Курды в Иране|Русский]]&lt;br /&gt;
* [[:tr:İran Kürtleri|Türkçe]]&lt;br /&gt;
* [[:vi:Người Kurd ở Iran|vi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel basiert (ganz oder teilweise) auf dem Artikel „[[:de:Kurden in Iran|Kurden in Iran]]“ aus der freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ CC BY-SA 4.0]. In der Wikipedia ist eine [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kurden_in_Iran&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorî:Übersicht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
</feed>