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	<title>Deutsch-kurdische Beziehungen - Dîroka guhartoyê</title>
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	<subtitle>Dîroka guhartina vê rûpelê di wîkiyê de</subtitle>
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		<title>Admin: Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)</title>
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		<updated>2026-08-09T20:39:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Import von de.wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Rûpela nû&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Germany Kurdistan Region Locator.png|mini|Deutschland und die Autonome Region Kurdistan]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsch-kurdischen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind die Beziehungen zwischen der [[Bundesrepublik Deutschland]] und der [[Autonome Region Kurdistan|Autonomen Region Kurdistan]] im [[Irak|Nordirak]]. Deutschland erkennt die Region Kurdistan nicht als eigenständigen Staat an, unterhält jedoch enge Kontakte zu der kurdischen Regionalregierung und hat ein Generalkonsulat in [[Erbil]] als diplomatische Vertretung errichtet. Im Rahmen der [[Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat]] ab 2014 waren die irakischen [[Kurden]] ein enger militärischer Verbündeter der [[NATO]]-Staaten gegen den [[Islamischer Staat (Terrororganisation)|Islamischen Staat]]. Dadurch wurden die politischen und militärischen Kontakte zwischen der BRD und den Kurden im Irak deutlich intensiviert. Zwischen den beiden Parteien haben zahlreiche hochrangige Treffen stattgefunden, darunter ein Besuch des kurdischen Präsidenten [[Masud Barzani]] in Berlin im Jahr 2009, wo er mit Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] und Außenminister [[Frank-Walter Steinmeier]] zusammentraf. Deutschland war einer der wichtigsten Verbündeten der Region Kurdistan im Kampf gegen den Islamischen Staat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rudaw.net/english/kurdistan/09022015 |titel=Allies pledge more arms to the Kurds at Munich conference |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Brücke zwischen Deutschland und Kurdistan stellen außerdem die zahlreichen [[Kurden in Deutschland]] dar, deren Anzahl auf eine halbe bis eine Million geschätzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zu intensivierten Kontakten zwischen [[Deutsche|Deutschen]] und [[Kurden]] kam es im Rahmen des [[Deutsche Militärmissionen im Osmanischen Reich|Deutsch-Osmanischen Bündnisses]] und dem Bau der [[Bagdadbahn]] im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] versuchte [[NS-Deutschland]] mit dem [[Unternehmen Mammut]] einen Aufstand in den irakischen Kurdengebieten auszulösen, um die Ölproduktion im britischen Irak während des Krieges zu stören. Der [[Amt Ausland/Abwehr|Abwehr]]-Mitarbeiter [[Gottfried Johannes Müller]] wollte dafür auf seine Bekanntschaft zu [[Mahmud Barzandschi]] zurückgreifen. Der Plan scheiterte allerdings 1943 an mangelhafter Ausführung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article168047297/Unternehmen-Mammut-So-wollten-deutsche-Agenten-1943-den-Irak-zerstoeren.html |titel=Unternehmen Mammut: So wollten deutsche Agenten 1943 den Irak zerstören - WELT |datum=2021-03-11 |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtergreifung [[Saddam Hussein]] im Irak gegen Ende der 1970er Jahre stieg die Anzahl der irakischen Asylbewerber in Deutschland an. Viele davon waren Kurden, welche sich im Irak Saddams brutalen Repressionen ausgesetzt sahen. Deutschland kooperierte mit Saddams Regime und deutsche Unternehmen waren an der Lieferung von Chemikalien an den Irak beteiligt, die bei dem [[Giftgasangriff auf Halabdscha]] 1988 gegen die Kurden eingesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=S. W. R. Kultur |url=https://www.swr.de/swrkultur/wissen/der-giftgasangriff-auf-halabja-voelkermord-mit-deutscher-beihilfe-100.html |titel=Giftgasanschlag gegen Kurden – Völkermord mit deutscher Beihilfe in Halabja? |datum=2022-08-29 |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Sydow |Titel=Deutschland lieferte Chemikalien an Saddams Irak und Assads Syrien |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2013-09-19 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/ausland/deutschland-lieferte-chemikalien-an-saddams-irak-und-assads-syrien-a-923347.html |Abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Zweiter Golfkrieg|Zweiten Golfkrieg]] 1990/91 konnten die Kurden im Irak ein Autonomiegebiet errichten und waren danach Verbündete des Westens gegen Saddam, der nach seiner Invasion von [[Kuwait]] ein [[Paria]] geworden war. 1992 richteten die irakischen Kurden eine Mission in Berlin ein, die direkte Kontakte zur deutschen Regierung herstellte. Darüber hinaus hatte die Mission die Aufgabe, die humanitäre und Entwicklungshilfe aus Deutschland für die kurdische Region zu koordinieren und die deutsche Öffentlichkeit und die Medien über die allgemeine Lage in Kurdistan zu informieren. Im Jahre 1993 wurde die militante [[Arbeiterpartei Kurdistans]] (PKK) von Deutschland verboten, da sie an Gewalttaten gegenüber türkischen Organisationen in Deutschland beteiligt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/verbot-der-arbeiterpartei-kurdistans-in-deutschland-790068 |titel=verbot der &amp;quot;arbeiterpartei kurdistans&amp;quot; in deutschland |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland lehnte den von den USA angeführten [[Irakkrieg]] 2003 ab und beteiligte sich nicht an der [[Koalition der Willigen (Irakkrieg)|Koalition der Willigen]]. Das Ende von Saddam Husseins Regime begünstigte allerdings die intensivierten Kontakte zwischen Deutschland und Kurdistan, die 2009 zu einem „Staatsbesuch“ von Regionalpräsident Masud Barzani in Berlin führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeskanzler.de/bk-de/mediathek/berlin-04-03-09-the-chancellor-welcomes-masoud-barzani-president-of-the-kurdistan-region-iraq--198280 |titel=Berlin, 04.03.09: The Chancellor welcomes Masoud Barzani, President of the Kurdistan Region, Iraq. |datum=2009-03-05 |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um den [[Bürgerkrieg im Irak 2013–2017|Vormarsch des Islamischen Staates]] in den Nordirak zu bekämpfen, beschloss die deutsche Bundesregierung 2014, die kurdischen Streitkräfte ([[Peschmerga]]) militärisch zu unterstützen. Steinmeier erklärte dazu: „Wir können nicht auf der einen Seite die kurdischen Sicherheitskräfte loben, ihnen auf die Schulter klopfen, dass sie stellvertretend für uns alle gegen ISIS kämpfen, und dann, wenn sie um Hilfe bitten, einfach sagen: ‚Schaut, wie ihr weiterkommt‘“. Die erste Hilfslieferung mit militärischer Ausrüstung wurde im August 2014 verschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rudaw.net/english/middleeast/iraq/200820143 |titel=Germany Joins Countries Arming Kurdish Peshmerga Forces |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. September 2014 reiste die deutsche Verteidigungsministerin [[Ursula von der Leyen]] nach Erbil und erklärte, dass Deutschland die kurdischen Soldaten im Kampf gegen den IS unterstützen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=dpa, AFP, Reuters |Titel=&amp;quot;Islamischer Staat&amp;quot;: Von der Leyen verspricht Kurden mehr Unterstützung |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2014-09-25 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/islamischer-staat-erbil-von-der-leyen-besuch-kurden |Abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Februar 2015 bildete die [[Bundeswehr]] die Peschmerga aus. Bis 2018 wurden so über 17.000 Kurden vor Ort militärisch ausgebildet und knapp 300 Kurden erhielten eine Ausbildung in Deutschland selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dserver.bundestag.de/btd/19/315/1931557.pdf |titel=Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sevim Dağdelen, Heike Hänsel, Dr. Diether Dehm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.– Drucksache 19/30689 Die engen und freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands zur Regionalregierung Kurdistan-Irak und der Zustand von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit |werk=Deutscher Bundestag |abruf=2024-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kampf gegen den IS belieferte Deutschland die Kurden mit verschiedenen Waffen. Im August 2016 erklärte ein Sprecher des [[Bundesministerium der Verteidigung|deutschen Verteidigungsministeriums]], dass bereits 70 Tonnen Waffen geschickt worden seien, darunter 1.500 Gewehre, 100 Raketen und gepanzerte Fahrzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-iraq-germany-idUSKCN10S1OF/ |titel=Germany resumes weapons deliveries to Kurds in north Iraq |werk=Reuters |sprache=en |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der deutsche Außenminister [[Sigmar Gabriel]] traf sich im April 2017 mit Präsident Barzani und lobte die Bemühungen der Kurden im Kampf gegen ISIS.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=K. R. G. Austria |url=http://austria.gov.krd/praesident-barzani-empfaengt-deutschen-vizekanzler/ |titel=Präsident Barzani empfängt deutschen Vizekanzler |datum=2017-04-21 |sprache=de-DE |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.euronews.com/2017/04/20/german-foreign-minister-meets-kurdistan-leaders-in-iraq |titel=German foreign minister meets Kurdistan leaders in Iraq |datum=2017-04-20 |sprache=en |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das einseitige [[Unabhängigkeitsreferendum in Irakisch-Kurdistan 2017|Unabhängigkeitsreferendum in Irakisch-Kurdistan im September 2017]] wurde von Deutschland allerdings abgelehnt, da es einen geeinten Irak befürwortet. Einige Kurdenorganisationen in Deutschland und die politische Partei [[Die Linke]] äußerten sich positiv zu einer möglichen kurdischen Unabhängigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kurden in Deutschland für Unabhängigkeit: &amp;quot;Irak und Syrien ohnehin kaum zu stabilisieren&amp;quot; |Sammelwerk=Der Tagesspiegel Online |ISSN=1865-2263 |Online=https://www.tagesspiegel.de/politik/irak-und-syrien-ohnehin-kaum-zu-stabilisieren-4285042.html |Abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Außenministerin [[Annalena Baerbock]] besuchte im März 2023 Erbil und sagte der kurdischen Regionalregierung Unterstützung bei dem Wiederaufbau kriegszerstörter Gebiete zu. Auch bei der Wiedereingliederung von etwa einer Million Binnenvertriebenen wurde Hilfe zugesichert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=tagesschau.de |url=https://www.tagesschau.de/ausland/asien/baerbock-irak-kurden-101.html |titel=Baerbock sichert Kurden Hilfe beim Wiederaufbau zu |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Thema von Baerbocks Besuch war die Lage der [[Jesiden]] nach dem [[Völkermord an den Jesiden]] durch den IS.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=KGD |url=https://kurdische-gemeinde.de/aussenministerin-baerbock-besucht-die-autonome-region-kurdistan/ |titel=Außenministerin Baerbock besucht die Autonome Region Kurdistan |werk=Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. |datum=2023-03-16 |sprache=de-DE |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die langjährige Verfolgung der Gruppe sind zahlreiche [[Jesiden in Deutschland|Jesiden nach Deutschland geflohen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Vertretungen in Kurdistan ==&lt;br /&gt;
Deutschland hat 2009 ein Generalkonsulat in Erbil eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/resource/blob/650666/e7f52530e31bce9e92f5eb94479188e5/WD-2-063-19-pdf-data.pdf |titel=Kurzinformation Autonome Region Kurdistan |werk=Deutscher Bundestag |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Erbil befindet sich auch ein [[Goethe-Institut]], ein Informationszentrum des [[DAAD]], eine Deutsche Schule, ein Wirtschaftsbüro der BRD und eine Vertretung der [[Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit|Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit]] (GIZ).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Auswärtiges Amt |url=https://irak.diplo.de/iq-de/ueber-uns/-/2259568 |titel=Deutsche Institutionen in der Region Kurdistan-Irak |sprache=de |abruf=2024-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bilaterale Beziehungen Deutschlands in Asien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilaterale Beziehungen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autonome Region Kurdistan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ev gotar bi zimanên din / Dieser Artikel in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
* [[:en:Germany–Kurdistan Region relations|English]]&lt;br /&gt;
* [[:he:יחסי גרמניה – כורדיסטן העיראקית|he]]&lt;br /&gt;
* [[:ru:Отношения Германии и Иракского Курдистана|Русский]]&lt;br /&gt;
* [[:uk:Відносини між Німеччиною та Курдистаном|uk]]&lt;br /&gt;
* [[:zh:伊拉克庫爾德斯坦—德國關係|zh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Dieser Artikel basiert (ganz oder teilweise) auf dem Artikel „[[:de:Deutsch-kurdische Beziehungen|Deutsch-kurdische Beziehungen]]“ aus der freien Enzyklopädie [https://de.wikipedia.org Wikipedia] und steht unter der Lizenz [https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ CC BY-SA 4.0]. In der Wikipedia ist eine [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deutsch-kurdische_Beziehungen&amp;amp;action=history Liste der Autoren] verfügbar.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorî:Orte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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