Mazlum Abdi
Mazlum Abdi (Şablon:KuS, Şablon:ArS, ehemals Mazlum Kobanê; geboren 1967 in Kobanê, Syrien) ist Oberkommandierender der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF). In dieser Funktion führte Abdi als Verbündeter der USA den Kampf gegen die islamistische Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien. Er ist ein ehemaliger hochrangiger Führer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).[1]
Leben
Der bürgerliche Name Mazlum Abdis lautet Ferhat Abdi Şahin. Unter seinem Nom de guerre Şahin Cilo war Mazlum Abdi ein hochrangiger PKK-Funktionär, der seit den 1990er Jahren eng mit Öcalan im syrischen Exil zusammenarbeitete und später eine aktive Rolle beim Aufbau der PKK in Europa übernahm.[2]
Nach Angaben von Organisationsmedien war Mazlum Abdi 2013 noch Mitglied des Exekutivrats der Erscheinungsform der PKK Koma Civakên Kurdistan.[3]
Türkische Quellen berichten, dass Mazlum Abdi der PKK im Jahr 1990 beigetreten sei. 1996 sei er in der Region Şemdinli aktiv gewesen. Von 1997 bis 2003 habe Abdi sich in Europa aufgehalten und 2003/2004 sei er im von der PKK kontrollierten Flüchtlingslager Machmur gewesen. Im Jahr 2005 sei er in die PKK-Führung aufgestiegen und habe von 2009 bis 2012 eine Sondereinheit der PKK-Guerilla Hêzên Parastina Gel befehligt. Anschließend habe er Aufgaben im syrischen Teil Kurdistans übernommen.[4] Auf der Fahndungsliste der Türkei steht Mazlum Abdi an 9. Stelle.
Als Kommandeur der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) kämpfte er gegen den Islamischen Staat, die Ansichten der USA und der Türkei über Abdi seien deshalb „diametral entgegengesetzt“, so die BBC 2019. Für die Türkei sei der Anführer der Demokratischen Kräfte Syriens ein Terrorist.[5]
Ende 2024 warnte Abdi, dass die SDF nicht genug Kapazitäten haben werde, das in al-Hasaka liegende Hochsicherheitsgefängnis (in dem laut Abdi zu dem Zeitpunkt etwa 12.000 Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat untergebracht waren) weiter zu verwalten, sollte die Türkei die von der SDF verteidigte Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien weiter angreifen und die Vereinigten Staaten mit dem Amtsantritt von Donald Trump ihre Unterstützung der SDF zurückfahren. Dem türkischen Staatspräsidenten Recep Erdoğan warf Abdi vor, die Selbstverwaltung zerstören und die syrischen Kurden aus dem nördlichen Grenzgebiet vertreiben zu wollen, um Araber dort anzusiedeln.[6]
Am 18. Januar 2026 unterzeichnete Abdi ein Abkommen mit der Übergangsregierung Syriens unter Präsident Ahmed al-Sharaa, das den schrittweisen Integrationsprozess der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) in das syrische Staatsgefüge regelt, jedoch unter strikter Wahrung der lokalen Autonomie. Das Abkommen folgt auf einen Großangriff der Übergangsregierung Syriens und verbündeter islamistischer Milizen auf die Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien seit Anfang Januar. Die SDF zogen sich aus den Provinzen Raqqa und Deir ez-Zor zurück und kontrollieren Stand Februar 2026 nur noch die Gebiete um die Städte Kobanê und Hesekê.[7]
Einzelnachweise
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- ↑ Ezgi Başaran: The Conflict at the Heart of the Middle East. London, New York 2017, o. S.
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- ↑ Murat Köylü: Geçmişten Günümüze Kürt Siyasi Hareketi. Istanbul 2017, S. 401 f.
- ↑ Mazlum Kobani kimdir: Trump'ın teşekkür ettiği, Erdoğan'ın 'Bize teslim edin' dediği SDG komutanı, BBC, 25. Oktober 2019, abgerufen am 19. Dezember 2025 (türkisch).
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